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Hilfe zum Anbau

Der Anbau von Microgreens ist einfach, platzsparend und liefert in kürzester Zeit frische, nährstoffreiche Pflanzen. Trotzdem tauchen gerade bei Einsteigerinnen und Einsteigern viele Fragen auf. Welche Saatgutsorten sind für den Anfang geeignet? Woran liegt es, wenn nach einigen Tagen noch nichts passiert? Und worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen Microgreens und Sprossen?

Neben der richtigen Saat spielen auch Faktoren wie Anpflanzmaterial, Licht, Temperatur, Bewässerung und Aussaatdichte eine entscheidende Rolle für den Erfolg. Kleine Fehler können den Wachstumsprozess verlangsamen oder sogar zum Scheitern bringen, lassen sich jedoch mit dem nötigen Grundwissen leicht vermeiden. Ebenso wichtig ist es zu wissen, wie lange der Wachstumszyklus dauert und wie man erkennt, was tatsächlich angepflanzt wird, besonders wenn Keimsaat sich optisch ähnelt.

Die folgenden Fragen geben einen strukturierten Überblick über die wichtigsten Grundlagen rund um den Microgreens-Anbau. Sie helfen dabei, typische Anfängerfehler zu vermeiden, optimale Bedingungen zu schaffen und schon nach kurzer Zeit gesunde, kräftige Microgreens zu ernten.

Beliebt sind Radieschen, Brokkoli, Kohlrabi, Senf, Alfalfa und Rosenklee, da sie eine hohe Keimrate und kurze Anpflanzzeiten aufweisen.

In den ersten Tagen ist häufig die Temperatur entscheidend: Ist es zu kalt, verlängert sich die Keimzeit. Bei zu hoher Wärme (z. B. nahe einer Heizung) keimen die Samen ungleichmäßig oder gar nicht und bilden dünne, instabile Stängel. In der Regel sind 19 - 22 Grad optimal

Auch die Bewässerung ist kritisch: Zu wenig Wasser hemmt das Wachstum, zu viel Wasser fördert Schimmel und Wurzelfäule.

Unser Tipp: Wasser einfüllen, das Hanfpad vollsaugen lassen und anschließend überschüssiges Stauwasser abgießen. So bleibt das Substrat optimal befeuchtet und die Pflanzen entwickeln sich gleichmäßig. Bei Bedarf kann dieser Prozess auch mehrfach täglich wiederholt werden.

Microgreens bieten eine höhere Aromadichte und oft höhere Nährstoffkonzentrationen als Sprossen. Microgreens wachsen im Substrat (z.B. Hanf, Kokos oder Erde) und werden oberirdisch geerntet; Sprossen wachsen ohne Licht in Wasser.

Häufig liegt es an zu niedrigen Temperaturen – für eine zuverlässige Keimung benötigen Grünlinge in der Regel 19 - 22 °C Umgebungstemperatur. Ebenfalls prüfen: gleichmäßige Feuchteversorgung, da Wassermangel die Keimaktivität deutlich verzögert.

Für Einsteiger ist die Sortenidentifikation tatsächlich schwierig, da viele Keimlinge in den ersten Tagen ähnlich aussehen. Die effizienteste Lösung ist eine präzise Beschriftung der Anzuchtgefäße vor der Aussaat - idealerweise mit Sorte, Datum und Uhrzeit. So lassen sich spätere Verwechslungen zuverlässig vermeiden und man hat die Wachstumszeiten im Blick.

Meist werden sterile Materialien, wie Hanfmatten, Kokosfaser oder Cellulose verwendet, um Kontaminationen zu minimieren.

Ja. Idealerweise 10 - 12 Stunden pro Tag. Es reichen aber auch, wie z.B. in den Wintermonaten nur 8 Stunden. Es erhöht sich jedoch die Wachstumszeit.

Das Anpflanzmaterial wie z.B. die Hanfmatte sollte konstant leicht feucht sein. Grundsätzlich gilt aber das keine Staunässe vorhanden sein darf.

Optimal sind 19 - 22 °C für eine zuverlässige Keim- und Wachstumsdynamik.

Je nach Sorte keimen Microgreens in der Regel nach etwa 3 - 4 Tagen und sind nach rund 6 -12 Tagen erntereif.

Das ist Saatgutabhängig, aber generell in einer hohen Saatstärke pro Fläche, ohne die Samen zu überlagern.